Gérardmer 2011 – die Filme, die Jurys

Gérardmer 2011 - SchriftzugAm späten Nachmittag wurde heute bekanntgegeben, welche Filme auf dem 18ème Festival du Film fantastique in Gérardmer (26. bis 30. Januar) zu sehen sein werden – und von welchen Jurys sie begutachtet werden. (Einige Links und Infos werde ich in den nächsten Tagen hier noch ergänzen. Alle Infos erscheinen jetzt auch nach und nach auf den offiziellen Seiten des Festivals.)

Dario Argento wird, wie schon berichtet, der Wettbewerbsjury vorsitzen; die von mir erhoffte Argento-Retrospektive wird es freilich nicht geben.

Der Jury gehören noch einige andere große Namen an: Alexandra Aja (Regisseur u.a. von Piranha 3D), Maurice Barthelemy, Anne Caillon, Fred Cavayé (Autor und Regisseur von Pour Elle und des sehr sehenswerten À bout portant), Nicolas Cazalé und der großartige Schauspieler Clovis Cornillac (der wesentlich mehr kann als nur Astérix) sowie Lucile Hadzihalilovic (Mitautorin von Enter The Void, Regisseurin von Innocence), Serge Hazanvicius und Sophie Quinton.

Die Wettbewerbsfilme sind:

Es sind diesmal viele Erstlinge dabei und einige Filme, die schon vergangenen Oktober in Sitges liefen und dort mit z.T. sehr positiven Reaktionen bedacht wurden.

Außer Konkurrenz laufen:

  • Aladin et la lampe merveilleuse von Jean Image (Animationsfilm für Kinder)
  • American Grindhouse von Elijah Drenner (Dokumentarfilm)
  • Cold Prey 3 (Fritt Vilt 3) von Mikkel Brænne Sandemose
  • The Hunters von Chris Briant (Abschlußfilm)
  • Hybrid von Eric Valette
  • Machete Maidens Unleashed! von Mark Hartley (Dokumentarfilm)
  • Proie von Antoine Blossier (meine Kritik)
  • Prowl von Patrik Syversen (meine Kritik)
  • Quarantine 2: Terminal von John Pogue
  • Rare Exports: A Christmas Tale von Jalmari Helander (meine Kritik)
  • Vanishing On 7th Street von Brad Anderson (meine Kritik)

La Nuit Giallo:

In der dem Giallo gewidmeten langen Nacht werden L’ucello dalle piume di cristallo von Dario Argento, Reazione a catena von Mario Bava sowie O squartatore di New York von Lucio Fulci gezeigt.

Retrospektive:

Die Retrospektive in diesem Jahr widmet sich dem Oberthema des Festivals „Schizophrénie, Claustrophobie, Paranoïa… et autres petites joies de l’existence“ („Schizophrenie, Klaustrophobie, Paranoia … und andere Freuden der Existenz“) – gezeigt werden Filme von 1919 bis heute:

  • Das Kabinett des Dr Caligari (1919) von Robert Wiene
  • Dr Jekyll & Mr Hyde (1941) von Victor Fleming
  • Psycho (1960) von Alfred Hitchcock
  • Repulsion (1965) von Roman Polanski
  • Body Double (1984) von Brian De Palma
  • Dead Ringers (1988) von David Cronenberg
  • Donnie Darko (2001) von Richard Kelly
  • Haute Tension (2002) von Alexandre Aja
  • The Machinist (2005) von Brad Anderson
  • Bug (2006) von William Friedkin (meine Kritik)
  • The Mist (2007) von Frank Darabont (meine Kritik)
  • Ne te retourne pas (2009) von Marina de Van

Kurzfilme:

Der Kurzfilmjury steht Kim Chapiron vor, Regisseur von Sheitan und Dog Pound; dazu gehören außerdem Catherine Hosmalin, Mohamed Mazouz, Thomas Ott und Raphaël Personnaz.

Gezeigt werden folgende französischen Shorts:

  • Bloody Christmas 2 – La Revolte des Sapins von Michel Leray
  • Cabine of the Dead von Vincent Templement (Trailer)
  • Le Miroir von Sébastien Rossignol
  • Le Vivier von Sylvia Guillet
  • Mandragore von Fabrice Blin
  • No Face von Mathilde Arnaud und Jean-Yves Arnaud
  • Red Balloon von Damien Macé und Alexis Wajsbrot

In einer weiteren Sektion werden Filme vorgestellt, die in Frankreich direkt als DVD erscheinen:

Ein paar Erwartungen an das Programm wurden nicht erfüllt (daß etwa John Carpenters The Ward zu sehen sein würde, damit hatte ich eigentlich fest gerechnet), aber es sieht doch so aus, als würden dem Festivalpublikum da einige Highlights geboten.

2 Gedanken zu „Gérardmer 2011 – die Filme, die Jurys“

  1. Habe noch nie von diesem Festival gehört, kenne mich aber auf dem Gebiet auch nicht besonders aus. Ziemlich geschmackssichere Auswahl der Wettbewerbsfilme: „Dream Home“, „I Saw the Devil“ und „We Are What We Are“ gehörten zu meinen Lieblingsfilmen 2010. Und auch „Devil“ und „The Loved Ones“ sind sehr brauchbar. Und im Horror/Fantasy-Bereich gäbe es aktuell wohl mit Ausnahme von „Norwegian Ninja“ und „Kidnapped“ auch keinen Film, den ich so gerne sehen würde wie „The Troll Hunter“. Jaja, das war schon ein wahnsinnig starker Fantastic Fest-Jahrgang.

    1. @Schwanenmeister: Gérardmer ist außerhalb Frankreichs wohl wirklich nur wenigen Genrefreund_innen wirklich bekannt – die Wirkung übers Land hinaus dürfte nicht allzu groß sein, und ich kannte das Festival auch nicht, bevor ich nach Paris gekommen bin.

      Die Auswahl war allerdings schon vergangenes Jahr recht gelungen, und ich sehe vor allem im Wettbewerb da einiges an interessantem Zelluloid auf mich zukommen. Was „Außer Konkurrenz“ gezeigt wird – davon kenne ich mehr – überzeugt mich aber nicht so durchgehend, jedenfalls nicht vorab.

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