Im Grunde liegt die Idee auf der Hand, wenn die Fußball-WM schon in Südafrika stattfindet, dann sind die Parallelen zur Handlung des wohl bekanntesten dort entstandenen Films, District 9, ziemlich offensichtlich. Hier also nun, nach Die Nacht der lebenden Idioten, ein weiterer kurzer Fußballfilm, District 11:
Ein Nachmittag mit einem AT-AT als Schoßhund und bestem Freund des Menschen. Jabba the Poo! (Star Wars-Fans freuen sich. Alle anderen gucken wahrscheinlich komisch auf diesen Kurzfilm von Patrick Boivin, der uns schon Iron Baby beschert hatte. Auf Vimeo gibt es noch mehr seiner Filme.)
Pig Me ist ein kurzer Animationsfilm, der an der dänischen Hochschule The Animation Workshop von Marie-Louise H. Jensen, Israel Hernandez, Mette Rank Tange, Rebecca Sørensen und Ditte Gade erstellt wurde. Die Geschichte eines kleinen Ferkels beginnt als Horrorfilmen mit starken Anleihen an den expressionistischen Film, verlagert sich aber alsbald in die offenbar bestgehende Tierhandlung der Welt, wo die These, daß Mensch und Haustier sich im Laufe der Zeit immer ähnlicher sähen, auf seinen Kern gewendet wird: Daß man sich nämlich immer schon Haustiere wählt, die einem entsprechen.
Seid gewarnt: Freundlich ist dieser Film nicht, aber von subtilem schwarzem Humor.
Kathrin hat vorhin, zur Saison passend, auf den großartigen Trash-Kurzfilm Die Nacht der lebenden Idioten (2006) von Eric Esser hingewiesen, mit Franziska Dick in der Hauptrolle; auch Françoise Cactus taucht irgendwann einmal auf und hat, wenn mich nicht alles täuscht, auch Musik beigesteuert.
Die Handlung verbindet klassische Zombiefilmmuster mit dem Schrecken, der Fußballfan (vor allem zu WM-Zeiten) heißt:
Nach dem Verzehr von Gammelfleisch mutieren die Besucher einer Semesterabschluss-Grillparty. Ihnen wachsen Fanschals, Fußballnational-trikots, Oberlippenbärte, Bierbäuche und sie grölen unaufhürlich Fußballlieder vor sich hin. Und wer mit ihnen in Kontakt kommt, wird einer von ihnen.
Eine kleine, durch Zufall zusammengeführte Gruppe, kann sich in ein Sportlerheim retten und sich dort vor der Horde herannahender Fußballfanzombies verschanzen. So unterschiedlich wie ihre Charaktere sind auch ihre Lösungsansätze.
Ein kleines Produktionsblog mit ein paar Bildern gab es seinerzeit auch noch. Der Film kann in beschränkter Qualität bei Underdogfilms (woher auch die Inhaltsangabe stammt) als handliches 66-Megabyte-.ogg-File heruntergeladen werden.
Wahlweise gibt es den Film aber auch, in drei Teile zerstückelt, bei Youtube und also jetzt hier:
Computerspielverfilmungen der 1990er Jahre neigten ja gerne zur totalen Trashigkeit, man denke nur an Super Mario Bros. oder Street Fighter. (Ich will jetzt gar nicht insinuieren, daß die Filme der letzten zehn Jahre wesentlich besser gewesen wären – diese Liste spricht da eine sehr eindeutige Sprache – aber zumeist sind sie zumindest ästhetisch gelungener, wenn auch insgesamt nicht unbedingt besser.)
Auch Mortal Kombat von 1995 fällt unter die Kategorie der sehr schmerzhaften Spielverfilmungen; daß das nicht ausschließlich daran liegen muß, daß die Vorlage keine filmtaugliche Konstruktion aufweist, versucht nun dieser kurze Streifen zu beweisen, den Kevin Tancharoen (der Regisseur des Fame-Remakes) mit einem Budget von 7500 US$ und reichlich Arbeitskraft seiner Mitarbeiter_innen zusammengestellt hat. Er unternimmt darin den Versuch, in knapp acht Minuten die Mortal Kombat-Grundkonstellation in eine grimmige Noir-Welt zu verpflanzen und einigermaßen konsequent in dieser Halbrealität zu verankern.
Insbesondere will er damit sich und seine Darsteller_innen als Team für ein seit langem geplantes, aber wegen juristischer Wirren stillgelegtes Remake anbieten.
Das ist ein hübscher kleiner, wenn auch inhaltlich völlig bananener, Animationsfilm, ganz ohne Worte, eine Art nicht erklärter und versehentlicher Zweikampf zwischen einem CIA-Agenten und einer gewöhnlichen Straßentaube, der mit Waffen aller Art vor allem um einen Bagel geführt wird. Die letzte Filmsekunde ist gemein.
Auf der Website zum Film und im dazugehörigen Blog erzählt Regisseur Lucas Martell (Twitter) auch einiges zur Entstehungsgeschichte, zum Prozeß des Filmemachens und seinen Überlegungen dabei. (via)
Mir würde sicher noch einiges zur durchaus problematischen Kombination von kindlicher Unschuld und militaristischem Gehabe einfallen, das hier mit durchexerziert wird; andererseits zieht dieses kurze Filmchen eine ganze Reihe von ironischen Zwischenebenen ein, die Iron Man 2 etwa total abgehen. Enjoy!
Das Video, das man hier sehen kann, ist noch nicht viel mehr als eine Konzeptstudie für einen Langfilm (bzw. genauer wohl: für eine Trilogie von Langfilmen), aber schon als solche und für sich stehend wirkt sie technisch und ästhetisch gelungen (auch wenn es an echter Handlung noch sehr fehlt), vor allem in der Rhythmisierung von langsamen Momenten mit sich steigernder Spannung, die dann sehr plötzlich in Bewegung umgesetzt wird. Aufregende fünf Minuten.
Regisseur David Weinstein erklärt die Idee hinter dem Projekt wie folgt:
The Anachronism (Homepage) ist ein hübscher kleiner Steampunk-Kurzfilm über zwei Kinder in viktorianischem Setting, die sich auf eine Naturexkursion begeben und dabei am Meer eine etwas überraschende Entdeckung machen.