Kurzfilm: The Cat With Hands (2001)

Dieser bereits 2001 entstandene kleine Horrorshort von Robert Morgan gehört mit zu den gruseligsten dreieinhalb Minuten, an die ich mich erinnern kann. (Gründe, warum der Film so gut ist, sind z.B. hier aufgezählt.)

Robert Morgan – The Cat With Hands from James Burke on Vimeo.

(via)

Wolkig mit Aussicht auf Gemüse

Gopher Broke ist ein hübscher kleiner Animationsfilm, bei dem ich zumindest in einer Szene an Cloudy With a Chance of Meatballs denken mußte, in dem bekanntlich aber nicht nur Gemüse fliegt. (Äh, hier auch nicht. Aber sehr selbst.)

Der Film von Jeff Fowler gehört zu den Produktion von Blur, und Fowler war auch an einem weiteren Projekt dieses Studios beteiligt, in dem es ebenfalls um eine Form von, äh, Futterneid geht. Steampunk-Freund_innen werden sich für das Duell zweier Gentlemen begeistern können, denke ich.

(Direktgemüse, Direktduell; via)

Kurzfilm: I Love Sarah Jane

Dieser Kurzfilm gibt dem geneigten Publikum die Möglichkeit, die Titelfigur von Tim Burtons neuem Alice in Wonderland in einem sehr viel weniger freundlichen Alternativuniversum zu beobachten. (Sie hat aber zuletzt noch einige Filme mehr gemacht, The Kids Are All Right etwa, der auf der Berlinale den Teddy eingeheimst hat, Defiance oder Amelia.)

I Love Sarah Jane ist ein düsterer, insgesamt glücklicherweise nicht sehr blutiger Zombiestreifen, in dem Mia Wasikowska (Burtons Alice) die titelgebende Sarah Jane spielt. Der Film hält trotz seiner kurzen Laufzeit einiges an seelischen Abgründen bereit.

Auch Regisseur Spencer Susser hat der Film jedenfalls keine Karriereprobleme bereitet; er hat gerade in Sundance seinen Film Hesher vorgestellt, mit Joseph Gordon-Levitt und Natalie Portman in den Hauptrollen. (Hier gibt es zu einem Interview mit Susser auch einige Einstellungen daraus zu sehen.)

(via; Nerdcore hat den Film natürlich schon vor ewigen Zeiten gehabt)

Kurzfilm: Suicide Girl

Ein bißchen Grusel am Morgen? Da hätte ich zum Beispiel diesen Kurzfilm von Drew Daywalt (Twitter) über den Selbstmord einer jungen Frau, die im Internet bloßgestellt wurde, und dessen postmortale Folgen.

(via)

Die geheime Kampfspinne der Nazis

Jene Form der spekulativen Geschichtsschreibung, in der die Nazis mit irgendwelchen Geheimwaffen, okkulten Riten (wie z.B. in Hellboy) oder der Hilfe von Außerirdischen den Zweiten Weltkrieg dann doch noch zu gewinnen drohen, erfreut sich schon länger einer andauernden Blüte. Nun hat Kevin Smith einen Kurzfilm ausgegraben (via), der wohl gerne ein Langfilm werden möchte. Ich sehe da das Potenzial nicht so sprießen, auch wenn die fünf Minuten leidlich unterhaltsam sind. Dafür atmet diese Kampfspinne zu sehr Geist und Design der AT-ATs aus The Empire Strikes Back; da warte ich lieber auf Iron Sky.

(via)

Porno, das Musical

Das Projekt PG Porn („For People who love everything about porn… except the sex.“) von James Gunn besteht aus einer langsam wachsenden Reihe von Kurzfilmen, die auf zum Teil eher unsubtile Weise, aber meist sehr, sehr lustig (und stets im Kern jugendfrei), die Stereotype des Pornofilms auf die Schippe und auseinandernehmen.

Schon vor einiger Zeit entstand dabei dieser Clip, auf den Nerdcore jetzt hingewiesen hat; ganz großes Musical!

Einer meiner Lieblingsclips ist der mit Sasha Grey, auch wenn er ein bißchen obvious daherkommt:

Unbedingt ansehen: Alma

Alma ist ein wunderbarer, sehr gruseliger Kurzfilm von Rodrigo Blaas, der sonst für Pixar arbeitet. Der Film ist zu Weihnachten für kurze Zeit online zu sehen; die Homepage zum Film ist hier.

Unbedingt auf den ganzen Bildschirm großziehen!

(via)

Webthriller: Girl Number 9

Ach, die Briten. Immer wieder kommen sie mit hübschen Neuauflagen eigentlich ziemlich klassischer Genrekonstruktionen. James Moran, der das Drehbuch für Severance (2006) geschrieben hat und sonst viel fürs Fernsehen arbeitet, hat jetzt eine Entführungsstory entlang ähnlicher Linien wie Untraceable (2008) geschrieben und mit Dan Turner inszeniert – in sechs kurzen, meist unter fünf Minuten dauernden Episoden fürs Netz.

Girl Number 9 ist inszenatorisch recht gut ans Medium Webvideo angepaßt – die zentralen Figuren und Objekte werden groß ins Bild gerückt, so daß man die passend kurzen Episoden wahrscheinlich auch auf dem Handy noch ganz gut ansehen kann. Allenfalls wird das Bild gelegentlich etwas dunkel, wenn das sonst gelungene Spiel mit Licht und Schatten etwas zu sehr in Richtung düsterer, schlecht beleuchteter Szenen changiert – Saw dürfte da Pate gestanden haben.

Und ohne daß Details zu sehen sind, geht es auch hier unterschwellig brutal zu. Das passiert zwar Offscreen (nicht auszuschließen, daß die geplante DVD hier mehr zeigen will), ist aber durch die angedeutete Gewalt schon erschreckend genug. Die dritte Episode hält für die Mitte einen fiesen Twist parat, der Spannungsbogen ist mehr als überzeugend. Das Ganze passiert zudem annähernd in realer Zeit – das ist zwar nicht so konsequent umgesetzt wie etwa in 24, wird aber durch die Kürze der Serie, insgesamt nicht einmal eine halbe Stunde, auf die Spitze getrieben.

Girl Number 9 ist in allen sechs Teilen, mit Gareth David-Lloyd und Tracy-Ann Oberman als Polizisten sowie Joe Absolom als Entführer, noch bis Ende November auf der Website canyousaveher.com zu sehen. (via)

Hier gibt es den Trailer:

Und hier schon einmal die erste Episode:

Chainsaw Maid (2007)

Dieser hübsche Animationskurzfilm von Takena Nagao (Homepage), Chainsaw Maid (YouTube-Direktlink), verrät im Namen eigentlich fast schon etwas zu viel. Andererseits kombiniert er mit den Mitteln des Niedlichen (Wallace & Gromit lassen grüßen) die schönsten Standardsituationen des Zombiefilms und splattert dann, der Titel sagt’s ja, ganz gewaltig los. Minimalistischer kann Zombiekino nicht sein.

Mehr vom Regisseur in seinem YouTube-Channel. (via)