Rare Exports: Die Kurzfilme

Für nahezu alle Beteiligten und die meisten Unbeteiligten völlig überraschend kommt am 23. Dezember 2010, passend und trefflich rechtzeitig zum Fest, der, nunja, sehr eigene Weihnachtsfilm Rare Exports: A Christmas Tale sogar in deutsche Kinos. (Den Trailer gibt’s weiter unten.)

Der Film (Besprechung folgt noch hier bei filmstarts.de) spielt im Norden Finnlands, wo ein etwas zwielichtiger Geschäftsmann seine Firma nach dem Grab des Weihnachtsmannes graben läßt – und als er es dann gefunden hat, geschehen reichlich seltsame Dinge. Kinder verschwinden, Rentiere werden dutzendweise gerissen, und generell kann von fröhlicher Weihnacht nur bedingt die Rede sein.

Die Handlung von Rare Exports basiert auf zwei Kurzfilmen, die Autor und Regisseur Jalmari Helander zuvor veröffentlicht hatte: Rare Exports Inc. von 2003 und, zwei Jahre später, The Official Rare Exports Inc. Safety Instructions 2005. Beide Filme unterscheiden sich zwar in ihrer Erzählweise völlig von Helanders (übrigens erstem) Langfilm – die Shorts sind als Werbe- bzw. Instruktionsvideos der fiktionalen Firma „Rare Exports Inc.“ aufgemacht -, sie deuten aber schon viele Themen an, die in Rare Exports: A Christmas Tale auch enthalten sind, der im Grunde als eine Art inhaltliches Prequel zu den Filmen funktionieren könnte, wenn dann nicht einige Ungereimtheiten logischer Natur übrigblieben. Aber das ist ja Wurscht.

Jedenfalls sind diese beiden kurzen Filmchen nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch die beste Werbung für den reichlichen Schrägen Weihnachtsfilm, den es Ende des Jahres zu sehen geben wird. Darauf einen Glühwein!

We wish you a safe and merry christmas!

Rare Exports Inc.

(Direktlink)

The Official Rare Exports Inc. Safety Instructions 2005

(Direktlink)

Und hier ist der Trailer zum Langfilm:

Foto: Filmwebsite

Kurzfilm: I love stop motion

Markus hat vor ein paar Tagen auf diesen netten kleinen Kurzfilm hingewiesen – mehr eine Liebeserklärung an die Stop-Motion-Animation, natürlich in Form einer ebensolchen, von Chloe Fleury, einer in San Francisco lebenden Französin.

Ihre anderen Animationsfilme kann man bei vimeo ansehen. Ich finde nicht alle davon vollständig überzeugend (etwa ihren Weihnachtsfilm La mère Noel se rebelle, der u.a. an seltsamen Schnitten und einer schwammigen Dramaturgie krankt), aber mit dem unterhaltsamen (Katzencontent!) King Kong konnte sie vor zwei Jahren einen Wettbewerb anläßlich des Starts von Be Kind, Rewind für sich entscheiden:

Barbara Hammer berichtet

In this fascinating video interview, she talks about her career as a filmmaker and the development of feminist and queer filmmaking over the last thirty years.

Aus dem Modern Women-Blog (zum Buch) des New Yorker Museum of Modern Art. Mehr zu Barbara Hammer, die vor allem im Bereich des Dokumentarfilm aktiv ist, in der Wikipedia und der IMDB.

(via)

Kurzfilm: Herr Blumfisch explodiert (2003)

„Detmold, am Rande Bielefelds“ – das ist als Handlungsort für einen Animationskurzfilm immerhin ein klares Statement, ein Bekenntnis zu unserer inneren Provinz. Das Schöne am Kurzfilm Herr Blumfisch explodiert (der im Rahmen der Kompilation Kurz – Der Film 2004 sogar ins Kino kam; mehr Infos) von Matthias Schreck (Regie) und Marc Hotz (Drehbuch) ist, wie sehr mit allen Mitteln – den Interviews, den Talking Heads und vor allem: der Stimme des Sprechers! Atmosphäre und Gestus der true crime stories meist amerikanischer Provinienz nachgeahmt und ironisiert wird. Unterhaltsame elf Minuten.

(„Fritten mit Senf?“; Direktlink; via)

Kurzfilm: United Monster Talent Agency

Dieser Kurzfilm von Greg Nicotero, der auch auf dem Festival in Sitges zu sehen war, zeigt uns, wo die klassischen (und einiger der postklassischen) Hollywoodmonstren wirklich herkommen. Wenn das eingebettete Video nicht funktioniert: Hier sollte man den Film sehen können.

Und ein paar Cameos gibt es auch…

Koyaanisqatsi, Liberty City edition

Claus-Dieter Schulz von den Machinima Studios hat hier Bilder der fiktiven Stadt „Liberty City“ aus dem Computerspiel Grand Theft Auto IV wie Szenen aus Godfrey Reggios Koyaanisqatsi zusammengesetzt und mit der Filmmusik von Philip Glass unterlegt. Hübsch. (Ja, nicht ganz neu, sondern schon vor zwei Jahren eingestellt. Und vor einem Jahr bei Nerdcore gepostet.)